Zauberhafte Zahlen und wo sie zu finden sind

Der Schlüssel zu einem nachhaltigen Leben liegt darin, aus weniger mehr zu machen. Der Radverkehr könnte ein gutes Beispiel geben.

Höher. Schneller. Weiter. Die Aufwärtsspirale des Wahnsinns scheint kein Ende zu nehmen. Nachrichtensprecher verfallen in Trübsinn, wenn sie nur verhaltene Prognosen für das künftige Wirtschaftswachstum verlesen dürfen. Und wenn die Götter des Business in zerstörerischer Wut gar die blutige Bestie der BIP-Schrumpfung auf den Kontinent ausschütten, geht einerseits das Abendland unter, wie üblich, und andererseits explodieren die Patientenzahlen in den Praxen der versammelten Psychologenschaft. Denn keine Wahrheit wähnt sich seit jeher eherner als diese: Alles, und zwar alles, so wollen es die Naturgesetze, wächst. Bäume. Automobile. Managergehälter. Das Publikum von Mario Barth. Und selbstverständlich auch jeder Einzelne. Der Mensch physiologisch zwar nur bis zum Ende seines 21. Lebensjahres. Aber seine Ohren, seine Nase und sein Ego hören niemals damit auf. Da nimmt sich die stete Konditionierung vom Wachstum als Imperativ der modernen Gesellschaft nur allzu verträglich aus — also zwar nicht logisch, aber zumindest glaubhaft. Das Gegenteil würde ja in die Katastrophe führen …

Dem Mantra, Nicht-Wachstum sei widernatürlich, schließt sich folgerichtig auch die Bundesregierung an. Die Pariser Klimaziele und damit die dauerhafte Begrenzung der Klimaerwärmung auf unter zwei Grad Celsius — was nicht weniger als den Unterschied zwischen schwerwiegender und katastrophaler Veränderung von Lebensbedingungen markiert, sogar in gemäßigten Breiten wie in Deutschland —, sollen aber nicht etwa Maß und Bescheidenheit erreichen, sondern die Vermehrung von allem. Der Klimaschutzplan 2050 stellt zwar selbst fest, dass Schadstoffentlastungen durch effizientere Antriebstechnologien in den vergangenen Jahren allein von der massiven Steigerung der Fahrleistung mehr als aufgefressen wurden (Seite 47). In einfach: Die Deutschen fahren sauberere Autos als noch vor zehn Jahren, aber sie fahren damit jetzt so viel mehr als früher, dass sie damit trotzdem mehr Schadstoffe in die Luft blasen. Witzigerweise taucht auf den restlichen Seiten des Kapitels ›Klimaschutz und Mobilität‹ dann aber nicht ein einiges Mal die Idee auf, weniger zu fahren, um das Klima zu schützen. Stattdessen setzen die Autoren einen weiteren Anstieg der Verkehrsleistung als gottgegeben voraus. Auf Seite 52 heißt es dann sogar noch: »Die Potenziale des Radverkehrs sollten — sowohl auf kurzen auch auf längeren Strecken — ausgeschöpft werden, um dessen Anteil an der Verkehrsleistung gegenüber der Verkehrsverflechtungsprognose (2,6 Prozent im Jahr 2030) weiter zu erhöhen.« Die Bundesregierung fordert uns also dazu auf, bitteschön so viel mehr Fahrrad zu fahren, dass die Leistungsanteile der schädlichen Verkehre nicht mehr so hässlich aussehen. Rein mathematisch heißt das: Sollte sich die Verkehrsleistung mit Kraftfahrzeugen verdoppeln, muss sich die Verkehrsleistung mittels Fahrrad mehr als verdoppeln, um anteilig Boden gut machen zu können. Dadurch entstehen aber nicht weniger Schadstoffe.

Weniger ist Mehr

Ich fordere dagegen vehement: eine künftige Senkung der Verkehrsleistung im Radverkehr. Nicht, weil Radfahrende durch Ausdünstungen des Körpers zur Klimaerwärmung beitrügen. Sondern weil mehr Verkehrsleistung schlicht Unsinn ist. Schauen wir uns dafür einfach einmal die Größe Verkehrsleistung an: Sie ist das Produkt aus transportierter Menge und Distanz des Transportvorgangs. Der zweite Wortbestandteil, das Eigenwort ›Leistung‹, impliziert bereits, dass mehr davon umso besser ist. Wenn die Leistung wächst — da haben wir es wieder —, sind alle glücklich. Aber genau dieser Zusammenhang bildet nicht mehr als ein naives Missverständnis oder nicht weniger als den Ausgangspunkt einer massiven vorsätzlichen Täuschung; je nachdem, wer die Verkehrsleistung als wuchtigen Hammer in seiner Argumentation verwendet. Tatsächlich ist der Mensch bestrebt, wenig unterwegs zu sein. Seit er im Rahmen der neolithischen Revolution die Sesshaftigkeit für sich entdeckt hat, überwindet er den Raum nur noch in einzelnen und vergleichsweise kurzen Aktionen, und zwar um alle seine Bedürfnisse — darunter sich ernähren, sich kleiden, sich bilden, sich erholen, sich reproduzieren — zu befriedigen, auch wenn die Möglichkeiten dazu wegen des begrenzten Raumangebotes nicht alle an einem Ort zusammenfallen. Mobilität ist übrigens kein menschliches Grundbedürfnis, wie besonders all jene nicht müde werden zu behaupten, die mit Transport ihr Geld verdienen. Am liebsten bliebe der Mensch, wenn er denn könnte, den ganzen Tag zuhause.

Entscheidend für die Mobilität eines Individuums, einer Gemeinschaft oder gar einer ganzen Bevölkerung — und damit zurück zur Verkehrsleistung — ist also nicht, dass sie in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Kilometer zurücklegt. Entscheidend ist, dass er und sie und alle am Ziel ihre jeweiligen Bedürfnisse ausreichend befriedigen können. Die Mobilitätsforschung weiß bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts, dass auch der moderne Mensch täglich höchstens bis zu neunzig Minuten unterwegs ist. Seit Jahrzehnten unverändert. In diesen neunzig Minuten legen wir jetzt mehr Kilometer zurück, weil unsere Fahrzeuge leistungsfähiger und unsere Systemgeschwindigkeiten im Verkehr größer geworden sind. Unser Nutzen aus diesen neunzig Minuten bleibt aber unverändert, wächst keineswegs. Und nichts spricht dagegen, auch die Verkehrsleistung wieder zu senken. Zu diesem Schluss verhilft ein ganz einfaches Gedankenexperiment: Wenn zwei Personen gemeinsam eine Strecke von zweihundert Kilometern zurücklegen, haben sie eine Verkehrsleistung von vierhundert Personenkilometern erbracht. Wenn nun zehn Personen jeweils fünf Kilometer zurücklegen, haben sie nur eine Verkehrsleistung von fünfzig Personenkilometern erbracht, gerade mal ein Achtel gegenüber dem ersten Fall. Aber: Im ersten Fall waren zwei Personen mobil, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, im zweiten Fall waren zehn Personen unterwegs, um dasselbe zu tun. Mehr Mobilität, weniger Verkehrsleistung. Und weniger Klimaschäden. So einfach ist das.

Die wesentliche Rolle spielt hier die Entfernung. Um beim Faktor transportierte Menge — also entweder Personen oder Güter — und damit bei der Mobilität als solcher keine Abstriche machen zu müssen, fällt zwangsläufig die Distanz dem gewetzten Messer zum Opfer. Das ist Problem und Chance zugleich. Problem, weil sich dafür unsere Siedlungs- und Nutzungsstrukturen an vielen Stellen verändern müssen. Der Lebensmitteleinzelhandel muss in die Wohngebiete zurückkehren, Arbeitgeber dürfen nicht mehr auf der grünen Wiese siedeln, Ämter und Behörden müssen entweder viele Zweigstellen unterhalten oder ihrerseits mittels fahrbarem Untersatz durch die Stadtviertel touren. Chance, weil das Abschmelzen von Ferne und der Gewinn an Nähe überhaupt erst die Potenziale freisetzen, dass sich mehr Menschen für das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel entscheiden. Dann, aber erst dann, wird die Einsparung von Verkehr bei gleichzeitigem Wachstum von Mobilität dazu führen, dass der Ausstoß von Klimagasen drastisch sinkt.

Auf Messers Schneide

Wirtschaftsversteher holen sicherlich schon tief Luft, um zur üblichen Landesverräter-Tirade anzusetzen und vorauseilend das Klagelied der notleidenden Ökonomie zu singen. Doch wer am ewiggestrigen Gemurmel festhält, die Verkehrsleistung dürfe nicht sinken, andernfalls drohe dem Wohlstand das Aus, der hat nicht nur im Physikunterricht gefehlt, sondern sich bislang wohl auch als äußerst erkenntnisresistent erwiesen. Klimaschutz im Verkehr geht nur durch weniger Verkehr. Auch wenn die Automobilindustrie noch so vieles versichert und ankündigt, keine aktuelle und künftige Technologie wird solch große Spareffekte auslösen, dass es anschließend wieder ganz locker für unsere heutigen Verkehrsexzesse reicht — künftige Steigerungen noch gar nicht mitgerechnet. Wenn Paris eine Einsicht befördert haben sollte, dann doch wohl diese: Jede Sekunde, in der wir uns noch weiter den rückwärtsgewandten Irrglauben gieriger Einflüsterer leisten, wird den Untergang verstärken. Den echten. Mit Hitzewellen, Überschwemmungen, ausgedehnten Dürreperioden und Wetterschäden in unversicherbaren Größenordnungen. Mitten in Deutschland.

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    28.05.
    2021

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    19.05.
    2021

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    18.05.
    2021

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    11.05.
    2021

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    Das Bundesministerium für Verkehr markiert mit dem neuen Nationalen Radverkehrsplan einen Tiefpunkt in der institutionellen Radverkehrsförderung. ⟶ mehr

    24.04.
    2021

  • Rad & Fuß

    Resterampe statt Startplattform

    Weshalb aus zwei halbgaren Unternehmungen auch dann keine Erfolgsgeschichte wird, wenn man sie mixt. ⟶ mehr

    02.03.
    2021

  • Ehrlichkeit

    Es geht nicht um’s Klima, Greta!

    Dass der CO2-Ausstoß nur einen kleinen Anteil des gesamten Schadens durch den motorisierten Individualverkehr ausmacht, kann längst nicht mehr als brandheiße News gelten. ⟶ mehr

    24.02.
    2021

  • attraktiver Nahverkehr

    Immersiv, nicht nur on demand

    Nicht die Distributions-Technologie entscheidet über den Erfolg des ÖPNV, sondern seine Immersivität. ⟶ mehr

    05.01.
    2021

  • Corona-Fallzahlen

    Nur keine falsche Verwunderung!

    Jetzt wäre der Zeitpunkt, Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wissenschaftlich zu belegen — oder sich anhand von Forschungsergebnissen neu zu orientieren. ⟶ mehr

    08.12.
    2020

  • Werbeethik

    Die Hässlichkeit der Habgier

    Der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum soll durch ein manipulierendes Narrativ in Verruf geraten. ⟶ mehr

    20.11.
    2020

  • Virusausbreitung

    Nichts gelernt. Rein gar nichts.

    Wer eine Pandemie bekämpfen will, sollte deren Verhalten verstehen — oder sich zumindest darum bemühen. ⟶ mehr

    19.11.
    2020

  • Mobilitätskompetenz

    Thema verfehlt

    Menschen verändern ihre Bewegungsweise nicht wegen einer Kampagne — zumal wenn die auch noch schlecht gemacht ist. ⟶ mehr

    10.08.
    2020

  • Warenhäuser

    Potenzial zur Killer-App

    Nicht die Fläche, sondern die soziale Praxis kann Warenhäuser und Innenstädte retten. ⟶ mehr

    12.07.
    2020

  • Kfz-Regime

    Gewalt in Zahlen

    Weil die Wissenden bewusst täuschen, entzieht der Straßenverkehr sich jeder Fairness. ⟶ mehr

    15.06.
    2020

  • Investitionen

    Hier winkt der Deal des Jahrhunderts!

    Viel Geld auszugeben, hilft uns als Gemeinschaft nur dann, wenn wir es nicht verprassen. Statt in Konsum und Wachstum sollten wir es lieber in Weiterentwicklung anlegen. ⟶ mehr

    07.06.
    2020

  • Europa

    Gefährlich ignorant

    Der Demokratie drohen andere Gefahren als die Empörung der Massen. ⟶ mehr

    10.05.
    2020

  • Zahlenbankrott

    Genauso gut könnten wir würfeln

    Eine erste repräsentative Corona-Erhebung bringt: keinerlei belastbare Erkenntnisse. ⟶ mehr

    05.05.
    2020

  • Default

    Gelobt sei die Werkseinstellung

    Langfristigen Schutz vor Corona können nur adäquate Gewohnheiten bieten. ⟶ mehr

    01.05.
    2020

  • Epidemie-Logistik

    Neue Ketten, sie zu schmieden

    Dass Epidemien dem Güterverkehr ähneln, sollten wir uns analytisch zunutze machen. ⟶ mehr

    13.04.
    2020

  • Geduld

    Gefährlicher Stuss

    Corona heißt: Fragwürdige Forschung zündelt am politischen Pulverfass. ⟶ mehr

    12.04.
    2020

  • unerklärlich

    Wieviel wissen wir überhaupt?

    Die Corona-Statistik als Lehrstück über ein Güteniveau, dem unsere Daten noch lange nicht entsprechen ⟶ mehr

    10.04.
    2020

  • Vorbilder

    Die Spirale des Guten

    Wer die Mechanismen hinter Pegida und Gelbwesten versteht, kann sie umgekehrt einsetzen und damit die Welt verbessern. ⟶ mehr

    07.04.
    2020

  • Renaissance

    Frische Luft für Kinder

    Eine dringende Forderung für die Zeit nach Corona ⟶ mehr

    06.04.
    2020

  • Corona-Statistik

    Von der Magie der schnellen Zahl

    Daten, an die wir leicht herankommen, nehmen wir automatisch für voll. ⟶ mehr

    26.03.
    2020

  • Gelassenheit

    Wenn man trotzdem lacht

    Die Werbeindustrie sorgt für reichlich Galgenhumor — indem sie weitermacht wie bisher. ⟶ mehr

    23.03.
    2020

  • Urteilsqualität

    Orte des Lebens, Zahlen der Krise

    Die Corona-Pandemie verbreitet sich über den Träger Mensch. Der existiert nicht nur als Zahl, sondern er verhält sich in Zeit und Raum. ⟶ mehr

    22.03.
    2020

  • Verantwortung

    Ein Fest des freien Willens

    Wenn der Weg eines Einzelnen in die Quarantäne erst über den Club führt, baden alle den Kater aus. ⟶ mehr

    13.03.
    2020

  • Sorgfalt

    Die Ente in Zeiten der Epidemie

    Nicht jeder Gedanke soll sich in Veröffentlichungen wiederfinden — zumal wenn seine Prüfung unterbleibt. ⟶ mehr

    06.03.
    2020

  • Parkmob

    Richtig stellen und nicht vom Platz

    Der Bundesrat entlarvt die vermeintlich ›sichere, klimafreundliche und gerechte‹ StVO-Novelle als Benachteiligung des Fahrrads. ⟶ mehr

    21.02.
    2020

  • Distanzen

    Weit entfernt von smart

    Von wegen quer durch Europa: Die meisten Güter bleiben lieber in der Nähe. ⟶ mehr

    19.02.
    2020

  • Diskurs

    Ich will Radeln!

    Vierzehn Thesen zur Verkehrswende — aus der Sicht einer radfahrenden Person. ⟶ mehr

    11.02.
    2020

  • Scheindebatte

    Schlechtes Gewissen

    Die Forderung nach sozialer Ausgewogenheit bremst die Verkehrswende. ⟶ mehr

    08.02.
    2020

  • Schulwege

    Das Igel-Syndrom

    Nicht das Radfahren bringt Kinder in Gefahr, sondern die Denkfaulheit der Erwachsenen. ⟶ mehr

    20.01.
    2020

  • Güterverkehr

    Achtung, Abo-Falle!

    Ab 2021 wird jeder Lkw-Kilometer schrittweise teurer. Grund genug, sich kurzzufassen. ⟶ mehr

    17.01.
    2020

  • ÖPNV

    Ahnungslos durch die Stadt

    Wie Verkehrswende nicht geht, zeigt aktuell die Stadt Augsburg. ⟶ mehr

    09.01.
    2020

  • Neujahr

    Für eine Epidemie des Glücks

    Radfahren hilft dabei, Freude weiterzutragen. ⟶ mehr

    28.12.
    2019

  • Neuropolitik

    So dringend brauchen wir die Energiewende

    Ausgerechnet bei herausragenden Zukunftsaufgaben sparen wir entscheidende Ressourcen ein. ⟶ mehr

    28.12.
    2019

  • Parlamentarismus

    Liebling, ich habe die Demokratie geschrumpft!

    Der Bundestag ringt um seine eigene Verkleinerung — obwohl das gar nicht im Interesse des Souveräns liegt. ⟶ mehr

    22.12.
    2019

  • Klima-Pfusch

    Für den Spiegel

    Der Bundesrat kann im Angesicht des deutschen Klima-Versagens nur noch grünen Populismus aufbieten. ⟶ mehr

    22.12.
    2019

  • Klimakatastrophe

    Notstand im Kopf

    Indem das Europäische Parlament den Klimanotstand ausruft, gibt es den Kampf praktisch verloren. ⟶ mehr

    29.11.
    2019

  • Logowahn

    Ihr müsst es Euch verdienen

    Wer ein Zeichen setzen möchte, sollte sich zunächst klar darüber sein, wofür. Die meisten Akteure in der Radverkehrsförderung machen es sich damit aber zu leicht. ⟶ mehr

    27.11.
    2019

  • Marketing for Change

    Männer, die auf Scheiben zielen

    Viele kleine Schritte können zur Verkehrswende führen. Billiges Bashing und plumpe Versuche der Umerziehung allerdings nicht. ⟶ mehr

    27.11.
    2019

  • Verhaltenstheorie

    Campaigning-GAU

    Repräsentanten der Gemeinschaft dulden großflächige Pfuscherei und machen es sich damit leicht — statt echte Veränderungen anzustreben. ⟶ mehr

    29.10.
    2019

  • automobile zukunft

    Was die Kunden wollen

    Deutschlands Schlüsselindustrie baut angesichts anstehender Veränderungen aktuell Mauern statt Windmühlen. ⟶ mehr

    21.10.
    2019

  • unrechtsstaat

    Es nennt sich Willkür

    Amtsträger im deutschen Staatsgefüge werden nicht müde, die hiesige Rechtssicherheit zu lobpreisen. Im Straßenverkehr findet sich nichts davon. ⟶ mehr

    03.10.
    2019

  • Wissenschaftsmethodik

    Auch Forschen will gelernt sein

    Befragungen gleichen der medizinischen Diagnose mit sensiblen Geräten: Sind diese falsch oder gar nicht geeicht, verlieren die Ergebnisse jeglichen Wert. ⟶ mehr

    13.09.
    2019

  • Okkultismus

    Gefangen im Gruselkabinett

    Symbole des mentalen Stillstands bremsen die Aneignung der Zukunft. Zeit, sie abzuschaffen. ⟶ mehr

    10.09.
    2019

  • Gewichtungen

    Vetomacht Pendler

    Berufskarawanen müssen stets als erstes Argument gegen eine Wende herhalten. Doch sie machen gar nicht die Mehrheit aus. ⟶ mehr

    21.08.
    2019

  • CO2-Reduktion

    Ein smarter erster Schritt

    Weshalb wartet der Klimaschutz erst auf den großen Wurf? Das Potenzial zur Effizienz liegt längst auf der Straße. ⟶ mehr

    19.07.
    2019

  • unfälle

    Gefährliche Fährte

    Stimmungsmache mit Statistiken: Für die vermeintliche Gefährlichkeit des Fahrrads finden sich nur konstruierte und methodisch unsaubere Belege. ⟶ mehr

    17.07.
    2019

  • Mental Mapping

    Veraltetes Denken

    Deutschland kann das Doppel-D zum Erfolgsprodukt machen, wenn es endlich überholte Ansätze überwindet. ⟶ mehr

    11.07.
    2019

  • Navi

    Die Leichtigkeit des Flusses

    Die Digitalisierung bietet einzigartige Chancen, vorsintflutliche Ineffizienzen im Straßenverkehr abzubauen. ⟶ mehr

    04.07.
    2019

  • Aktion

    Menschenverstand

    Der Advent 2019 beginnt bereits am 29. Juni — zumindest gemessen an der Zahl der Tempoopfer auf Autobahnen. ⟶ mehr

    29.06.
    2019

  • Fake News

    Der Bock als Gärtner

    Wenn die Selbstverpflichtung dem Geschäftsinteresse entgegensteht, lässt das Verhalten sich vorhersehen. ⟶ mehr

    05.05.
    2019

  • Klimaschutz

    Raubüberfall in Endlosschleife

    Allein die nüchterne Präzision könnte unseren Planeten noch retten. Dazu sind wir aber nicht in der Lage. ⟶ mehr

    26.03.
    2019

  • Standort Deutschland

    Strom an, Hirn aus?

    Automobiles Denken stärkt alte Abhängigkeiten und verhindert echte Innovationen in der räumlichen Mobilität. ⟶ mehr

    21.03.
    2019

  • Targeting

    Phantomjagd

    Menschen im Lebensumbruch eignen sich nicht als Zielgruppe; Menschen im Straßenverkehr dagegen schon. ⟶ mehr

    20.03.
    2019

  • Nahverkehrsplan Berlin

    Vorerst grobmaschig

    Der Bahn- und Busverkehr in der Hauptstadt müsste den Menschen deutlich näher kommen, um mehr von ihnen zu gewinnen. ⟶ mehr

    28.02.
    2019

  • Knopfaugen

    Die Würde der Technologie

    Jeder Trend gehört hinterfragt: Wer profitiert davon — und: macht er unser Leben wirklich besser? ⟶ mehr

    19.02.
    2019

  • Business

    Risiken und Nebenwirkungen

    Woran Du Unternehmen erkennst, mit denen Du besser keine Geschäfte machst ⟶ mehr

    12.02.
    2019

  • entfaltung

    Die wahren Gelbwesten

    Ein wütender Mob macht noch kein hehres Anliegen. Europas Straßen erleben lediglich das Aufbäumen veralteter Selbstsucht — auf Kosten der tatsächlich Betroffenen. ⟶ mehr

    08.02.
    2019

  • Bankrott

    Der Lack ist ab!

    Offiziell will noch niemand die Fahrradkrise eingestehen. Doch gerade im Lichte der Klimadebatte lässt sich nicht vermeiden, dass irgendwer tatsächlich mal nachrechnet. ⟶ mehr

    01.02.
    2019

  • Digitaler Wille

    Mehr als Treibholz in den Fluten

    In der Debatte um unsere Online-Existenz dürfen wir niemals unsere Selbstbestimmung vergessen — oder gar wegschenken. ⟶ mehr

    21.01.
    2019

  • Datenleck

    Die Geister, die wir riefen

    Digital heißt unsicher. Ganz automatisch. Der aktuelle Datenskandal erlaubt nur eine Schlussfolgerung: Vertraue niemandem. ⟶ mehr

    18.01.
    2019

  • Markenmacht

    Auf Bazillus‘ Schwingen

    Das Leben nach dem Ruhm muss nicht zwangsläufig in der Bedeutungslosigkeit versinken. Eine gute Portion Humor eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. ⟶ mehr

    17.01.
    2019

  • Stabilität

    Pferdewette 4.0

    Die Jagd nach Reichtum in kürzester Zeit hat auch in der Marktwirtschaft ihren Platz. Sie darf sie aber nicht ersetzen. ⟶ mehr

    09.01.
    2019

  • Marketing

    Ist es zu stark, …

    Erst die aufrichtige Bereitschaft zu handfesten Veränderungen kann das volle Marketing-Potenzial aktivieren. ⟶ mehr

    02.01.
    2019

  • Innovationen

    Was macht es? Es funktioniert.

    Klug, wer eine Erfindung nicht allein nach ihrem Alter bewertet. Denn über die Tauglichkeit sagt das rein gar nichts. ⟶ mehr

    28.12.
    2018

  • Mobilität

    Ganz ohne Marktschreier

    Für eine echte Mobilitätswende müsste der Mensch seine Rolle wechseln: vom Profitobjekt zum Verantwortungssubjekt. ⟶ mehr

    27.12.
    2018

  • Webdesign

    Gutenberg sollte anders heißen

    WordPress macht einen Schritt zurück. Aus der dogmatischen Trennung von Content und Style wird nun WYSIWYG. ⟶ mehr

    20.12.
    2018

  • Trend

    Digitalisierung im Kopf

    Bits und Bytes können helfen, Begreifen zu fördern und Standards zu etablieren. Den Verstand ersetzen sie nicht. ⟶ mehr

    16.11.
    2018

  • Dysfunktion

    Nur das Fahrrad hat noch einen Ständer

    Mit Selbstaufgabe statt Leidenschaft erregt die deutsche Radverkehrsförderung höchstens noch blanken Ekel. ⟶ mehr

    11.09.
    2018

  • Glück

    Wer feiert schon die Sparsamkeit?

    Die Mobilitätswende wird scheitern: und zwar an unserer perversen Panik, ein Grundrecht zu verlieren — das uns gar nicht zusteht. ⟶ mehr

    11.07.
    2018

  • Gelassenheit

    Wir kommen in Frieden!

    Erfolg verleiht Flügel. Das Fahrrad aber steht für solide Bodenhaftung. Es heißt also auch mit Berliner Fahrradgesetz: nicht abheben! ⟶ mehr

    01.03.
    2018

  • Gerechtigkeit

    Die verflixte siebte Fahrt

    Mit demselben Maß: Weshalb soll nicht auch das Radlervolk sich auf eine heilige Zahlen stützen dürfen? ⟶ mehr

    25.06.
    2017

  • Achtsamkeit

    Zauberhafte Zahlen und wo sie zu finden sind

    Der Schlüssel zu einem nachhaltigen Leben liegt darin, aus weniger mehr zu machen. Der Radverkehr könnte ein gutes Beispiel geben. ⟶ mehr

    19.02.
    2017