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Risiken und Nebenwirkungen

Woran Du Unternehmen erkennst, mit denen Du besser keine Geschäfte machst

code | 12.02.2019 | 5 Minuten

Du kannst mindestens eine Dekade vielfältiger Berufserfahrungen vorweisen, hast fachlich jede Menge drauf und bist als Freelancer, Freiberufler oder was auch immer gut unterwegs. Von Zeit zu Zeit lässt Du Dich aber von Branchengrößen Huckepack nehmen, um Aufträge zu erreichen, die Dir allein wohl verschlossen wären. Der Nutzen solcher Partnerschaften liegt auf der Hand. Doch hüte Dich: Längst nicht jeder Tanker kann oder will mit einem zusätzlichen Besatzungsmitglied produktiv umgehen. An den folgenden sechs Punkten erkennst Du, welche Unternehmen Du besser meidest.

Symptome

#1 — Sie zahlen nicht gut. Zugegeben, wer tut das schon? Es hat sich leider noch immer nicht weit genug herumgesprochen, dass Fachpersonal schwer zu kriegen ist und gutes sogar noch schwieriger. Ob Du Dich auf ihre Tarife einlässt, unterliegt Deiner eigenen Freiheit und Verantwortung. Eventuell magst Du die müde Entlohnung in Kauf nehmen, weil der Auftrag sich dafür anderweitig auszahlt. Aber verkaufe Dich niemals unter Wert.

#2 — Sie honorieren Dein Engagement nicht. Vielleicht hast Du Dir die Nächte um die Ohren geschlagen und kannst einen erheblichen Anteil daran geltend machen, dass das Projekt überhaupt zustande kam. Auch daran, wie Dir Dein Eifer vergolten wird, solltest Du messen, welchen Stellenwert Fairness und Seriosität für sie haben. Bleibt der Return aus, ist es mit den Absichten Deines potenziellen Partners nicht weit her. Gruselig: Oft handelt es sich genau um solche Heuschrecken, die ihrerseits wiederum so viel Aufwand wie möglich produzieren — ganz ohne Nennenswertes zu leisten —, um ihr eigenes Honorar in die Höhe zu treiben.

#3 — Du kannst nichts von ihnen lernen. Groß heißt längst nicht immer gut. Umsatzzahlen sagen nur etwas über den Umsatz aus, nicht über Fachkunde oder Kreativität. Ab einer gewissen Größe, so ist anzunehmen, sind solche Konzerne zum Erfolg verdammt. Es stellt sich ein recht niedriges Niveau ein, das dort auch dauerhaft verharrt. Erwarte aus solchen Milieus keine Impulse für Deine eigene Weiterentwicklung.

#4 — Ihre Ergebnisse rangieren bestenfalls im unteren Mittelfeld. Traue keiner Auszeichnung! Längst gilt es als offenes Geheimnis, dass Awards eher dafür gedacht sind, sich selbst mit den Preisträgern zu schmücken als andersherum. Verschiedene Branchen betreiben solche Verleihungen eher als Rituale, um neuen Content produzieren zu können. Welche Qualität ihre Arbeit tatsächlich hat, solltest Du selbst beurteilen. Das tun Außenstehende auch, und je weniger Dein Partnerunternehmen in spe sie beeindruckt, desto weniger nützt es auch Dir.

#5 — Sie verhindern, dass Du neue Kontakte knüpfst. Wow, das ist hart. Dabei lebt Business doch davon, Beziehungen aufzubauen, die eines Tages vielleicht in ein Geschäft münden. Wenn Du auch bis hier alle Argumente in den Wind schlägst und hoffst, die unheilige Allianz würde sich doch noch auszahlen — das hier sollte Dir als K.O.-Kriterium dienen. Denn einen stärkeren Beweis für ihre Absicht, Dich zu unterwerfen statt partnerschaftlich mit Dir zu kooperieren, gibt es nicht.

#6 — Sie wollen Dich knebeln. Wettbewerbsverbote mögen in manchen Branchen üblich sein und für das eine oder andere Unternehmen zum Standard gehören. Nach geltender Rechtsprechung können Sie aber nur in beiderseitigem Einvernehmen vereinbart werden und verlangen für denjenigen, der diesem Verbot unterliegt, eine angemessene Kompensation. Deshalb: Denk‘ nach, bevor Du einen Vertrag unterschreibst — nicht nur darüber, was er Dir einbringen wird, sondern insbesondere darüber, was Dir durch ihn verloren gehen könnte.

Kein Beipackzettel

Schwerfälligkeit aufgrund von Skalenzwängen, Neid und Missgunst oder pure, amateurhafte Triefnasigkeit: Weshalb ein Unternehmen eines, mehrere oder jedes der sechs Merkmale aufweist, wirst Du nicht ergründen können. Die Partnerschaft mit einer Größe einzugehen, solltest Du in jedem Falle aber erst dann erwägen, wenn Du genauso gut auch darauf verzichten kannst. Die Not ist kein guter Ratgeber. Denn letzten Endes bringen Dir solche Konstellationen vielleicht ein paar Piepen ein, aber sie kosten Dich deutlich mehr. Gegen einen Angriff auf Deine Selbstständigkeit hilft nur Vitamin U — Unbeugsamkeit.

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